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Gibt es Zuschüsse für einen Badumbau ohne Pflegestufe?

Wer sein Bad umbauen möchte, der kann unter Umständen auf Zuschüsse zurückgreifen. Doch was ist, wenn es darum geht Zuschüsse ohne Pflegestufe zu beantragen? Wir klären auf.

Das Bad altersgerecht umbauen: So erhalten Sie auch ohne Pflegestufe Zuschüsse

Das Badezimmer seines Zuhauses so umzubauen, dass es auch im Alter problemlos genutzt werden kann, bringt erhebliche Kosten mit sich. Dabei betrifft diese Entscheidung keineswegs nur ältere Menschen, die gerne möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen wollen. Auch jüngere Personen planen auf lange Sicht und schaffen mit einem barrierefreien Bad beste Voraussetzungen dafür, auch im Alter lange im vertrauten Umfeld wohnen zu können oder sich im Falle eines Sportunfalls oder mit kleinen Kindern sorglos daheim bewegen zu können. Daher verfügt nicht jeder, der sich mit diesen Umbauplänen trägt, über eine Pflegestufe.

Barrierefrei Mobiliar S50 Aqua

Wir haben gute Nachrichten für Sie: Auch ohne Pflegestufe können Sie staatliche Zuschüsse für den Umbau Ihres Badezimmers erhalten. Alle Informationen hierzu, finden Sie hier bei uns.

Ohne Pflegstufe staatliche Zuschüsse erhalten

Seit dem 01. Januar 2013 ist es auch für Menschen ohne Pflegestufe möglich, Pflegegeld und Pflegesachleistungen zu erhalten. Dafür ist es erst einmal wichtig, einen Antrag bei der Pflegekasse zu stellen. Diese zahlt erst ab dem Datum, an dem der Antrag bei ihr eingeht. Sie sind sich nicht sicher, ob Sie oder Ihre Angehörigen nicht doch eine Pflegestufe bekommen könnten? Allgemein gilt weiterhin, dass Menschen erst dann pflegebedürftig sind, wenn sie Unterstützung bei der körperlichen Pflege benötigen. Das heißt, auch Demenzkranke, die sich nur noch unter Anleitung waschen und anziehen können, erhalten keine Pflegestufe. Dennoch können sie staatliche Unterstützung beziehen.

Barrierefreies Bad dank Leistungen der Pflegekasse

Die Zuschüsse, die von der Pflegekasse bezogen werden können, hängen vom Einkommen der jeweiligen Person ab, die Leistungen beantragt. Der barrierefreie Umbau eines Badezimmers zählt für die Pflegekasse zu den sog. „wohnumfeldverbessernden Maßahmen“. Die Höhe des Zuschusses liegt bei maximal 2557,- Euro. Der Zuschuss kann nicht für einzelne Umbaumaßnahmen beantragt werden, sondern betrifft sämtliche zum Zeitpunkt der Antragsstellung relevanten Maßnahmen – egal, ob nur das Badezimmer barrierefrei wird oder auch noch ein Treppenlift installiert werden muss. Weitere Zuschüsse werden nur gewährt, wenn eine nicht unerhebliche weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes eintritt.

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Barrierefrei Mobiliar Hochliftschrank
Barrierefrei Mobiliar Waschtisch
 

Förderung des altersgerechten Umbaus durch die KfW

Die nationale Förderbank „Kreditanstalt für Wiederaufbau“, vielen besser bekannt als „KfW“, fördert einen vorausschauenden altersgerechten Umbau von Immobilien. Dies ist für folgende Zielgruppen interessant:

  • Eigentümer oder Vermieter einer Immobilie
  • Ersterwerber einer sanierten Immobilie
  • Wohnungseigentümergemeinschaften

In diesem Fall ist das Angebot „Altersgerechtes Umbauen“ (455) relevant. Die KfW bezuschusst den Umbau mit bestimmten Beträgen. Das Geld kann dabei nicht nur genutzt werden, um das Badezimmer umzubauen, sondern auch für bauliche Maßnahmen zur Barrierefreiheit im gesamten Haus bzw. der gesamten Wohnung eingesetzt werden. Das Programm deckt einen Katalog von Umbaumaßnahmen ab. Förderungswert sind alle Modernisierungsmaßnahmen, mit denen Wohnkomfort und Sicherheit gesteigert sowie Barrieren reduziert werden können. Einen Haken hat die Sache allerdings: Die Förderung des Kredites wird durch Mittel aus dem Bundeshaushalt ermöglicht. Für das Jahr 2017 sind diese aufgebraucht, d.h. es kann keine Förderung mehr beantragt werden. Im Jahr 2018 ist eine Förderung nur möglich, wenn Mittel hierfür im Bundeshaushalt freigegeben werden. Hier muss beachtet werden, dass ausschließlich Umbaumaßnahmen gefördert werden, die zum Zeitpunkt der Antragsstellung noch nicht begonnen haben. Ob und wann wieder Mittel freigegeben werden, erfahren Sie umgehend auf der Webseite der KfW.

Das Programm ermöglicht einen Zuschuss bis zu 6.250 Euro je Wohnung für Maßnahmen zur Barrierereduzierung und ist für alle attraktiv, die ihr Eigenheim umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen. Wenn Sie Ihr Badezimmer barrierefrei umbauen möchten, ist dies eine sog. „Einzelmaßnahme aus den Förderbereichen zur Barrierereduzierung“. Diese wird mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, der maximale Zuschussbetrag liegt bei 5.000 Euro. Zudem fördert die KfW den Standard „Altersgerechtes Haus“. Hierfür müssen Haus oder Wohnung bestimmte Kriterien erfüllen: Zugang, Wohn- und Schlafzimmer sowie Küche und Bad müssen barrierereduziert sein und bestimmte Bedienelemente müssen vorhanden sein. Hier erhalten Sie als Zuschuss 12,5 Prozent Ihrer förderfähigen Kosten, d.h. maximal 6.250 Euro.

Altersgerechtes Bad dank günstigem Kredit

Wer jetzt umbauen möchte und nicht warten will, bis über neue Fördermittel aus dem Bundeshaushalt entschieden wurde, kann einen günstigen Kredit (Kredit 159) der KfW nutzen. Unabhängig vom Alter können Ersterwerber einer barrierearmen Immobilie oder Wohnraum-Besitzer einen Kredit von bis zu 50.000 Euro für einen altersgerechten Umbau oder den Erwerb einer barriefreien Immobilie aufnehmen. Die detaillierten Konditionen finden Sie hier.

Den Kredit erhalten Sie nicht direkt von der KfW, sondern von einem Finanzierungspartner, wie Genossenschaftsbanken, Bausparkassen, Sparkassen und vielen weiteren. Auf der Webseite der KfW finden Sie den richtigen Ansprechpartner.

Wann darf ich umbauen?

Es kann nicht jeder einfach mit dem Umbau des Badezimmers beginnen. Für Hauseigentümer bestehen keine Einschränkungen, sie können in ihren eigenen vier Wänden machen, was sie wollen. Mieter oder Besitzer einer Eigentumswohnung allerdings müssen sich vorher absichern. Mieter sollten zuvor unbedingt ihren Vermieter kontaktieren und das Bauvorhaben besprechen. Dies sollte im besten Falle aber nur eine Formsache sein, da der Vermieter sich nicht querlegen darf, wenn es sich um einen barrierefreien Umbau aus gesundheitlichen Gründen handelt. Aber bedenken Sie, dass verlangt werden kann, dass Sie die Wohnung bei einem Auszug wieder in den ursprünglichen Zustand zurückbauen. Dies ist erneut mit Kosten für Sie verbunden. Wohnungseigentümer, die in einer Hausgemeinschaft leben können Ihr Bad in der Regel ohne Probleme umbauen. Sie müssen sich lediglich das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft sichern, wenn es um Maßnahmen geht, die gemeinsam genutzte Bereiche wie das Treppenhaus oder den Eingangsbereich betreffen, wenn z.B. ein Treppenlift installiert werden soll.

Bad selbst umbauen? Hier ist Vorsicht geboten

Für talentierte Heimwerker ist der Umbau des Bades ein spannendes Projekt. Hier muss aber beachtet werden, dass die KfW die baulichen Maßnahmen nur dann fördert, wenn ein Fachbetrieb die Arbeiten ausführt. Für Eigenheimbesitzer gilt es zudem, abzuwägen, ob sie den Kfw-Bonus beziehen oder die Kosten lieber von der Steuer absetzen, denn beides gleichzeitig ist nicht möglich. Das Steuergesetz erlaubt es, 20 Prozent der Lohnkosten für Dienstleister wie Installateure, Elektriker oder Maler direkt von der Steuerschuld abzuziehen. Material wird allerdings nicht bezuschusst. Hier gilt es, genau nachzurechnen, was zur einer größeren Einsparung führt: Der KfW-Bonus oder die Steuerersparnis.

Vermieter können die Ausgaben für den Umbau trotz KfW-Fördermitteln als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Dies gilt aber nur für tatsächlich angefallene Kosten, Fördermittel müssen abgezogen werden.

Bad umbauen ohne Pflegestufe – so holen Sie das meiste für sich raus

Nehmen Sie sich Zeit für die Planung der Finanzierung des altersgerechten Umbaus Ihres Badezimmers. So können Sie alle Möglichkeiten ausschöpfen. Es ist beispielsweise möglich, einen Zuschuss bei der Pflegekasse zu beantragen und gleichzeitig KfW-Fördermittel zu nutzen. Hier sollten Sie lediglich beachten, dass die Summe aus Zuschuss und Kredit maximal 100 Prozent der Kosten betragen darf. Es lohnt sich zudem, mit Ihrer Krankenkasse zu sprechen. So sind beispielsweise Handgriffe in der Dusche oder eine Toilettensitzerhöhung erstattungsfähig, wenn Ihr Arzt diese Hilfsmittel verschreibt.

Wie muss ein barrierefreies Bad aussehen?

Monolith WC Monolith Waschbecken

Wir helfen Ihnen bei allen Fragen rund um den Umbau. Auf unserer Webseite haben wir bereits umfassende Informationen für Sie zusammengestellt. Gerne beraten wir Sie auch im persönlichen Gespräch. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin!